Empirische Kommunikationswissenschaft
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Nutzung neuer Medien zur Erhöhung der Akzeptanz primär-präventiver Maßnahmen von Auszubildenden in Berufen mit er-höhtem Berufsallergierisiko.

Bayerisches Gesundheitsministerium im Rahmen von “Gesund Leben Bayern”

Projektmitarbeiter: Radon, Katja
Klostermann, Swaantje
Rossmann, Constanze
Karnowski, Veronika
Datum: 2013-2014
Projektart: öffentliche Förderung

Hintergrund

Die Ausübung bestimmter Berufe (z.B. Landwirt, Friseur, Bäcker und Metallarbeiter) kann das Risiko für Berufsasthma und -allergien erhöhen. Um arbeitsbedingte Allergien und Asthma zu verhindern bzw. den Schaden bei Auftreten zu limitieren, werden neben den technischen und organisatorischen Maßnahmen am Arbeitsplatz persönliche Schutzmaßnahmen empfohlen. Die Erkrankungsrate von Allergien durch den Beruf ist nach den Befunden zahlreicher Studien sogar schon in den ersten 6-12 Beschäftigungsmonaten am höchsten. Dabei können sich Allergien und Asthma durch die Tätigkeit entweder neu entwickeln oder bereits bestehende Allergien oder Asthma können sich durch Expositionen am Arbeitsplatz verschlechtern. Für viele Auszubildende bedeutet das Auftreten von allergischen Beschwerden ein vorzeitiges Ende der Ausbildung. Die Akzeptanz der empfohlenen persönlichen Schutzmaßnahmen ist besonders im Ausbildungsalter häufig gering.

Projektziele

Ziel des Projekts ist es, die Inanspruchnahme von primärpräventiven Schutzmaßnahmen durch Berufseinsteiger zu verbessern. Beispielhaft werden hierzu Berufsanfänger aus dem Bereich Landwirtschaft in das Projekt aufgenommen. Es werden Maßnahmen evaluiert, die das primärpräventive Verhalten der Auszubildenden verbessern sollen. Hierdurch soll mittelfristig das Auftreten von Berufsallergien und -asthma bei Auszubildenden dieser Hochrisikoberufe in Bayern verringert werden. Die erfolgreichste Maßnahme zur Steigerung der Compliance wird bestimmt und für Ausbildungszwecke zur Verfügung gestellt. Damit soll die Qualität der landwirtschaftlichen Ausbildung im Hinblick auf gesundheitliche Aspekte optimiert werden. Darüber hinaus ist die Übertragung einer erfolgreichen Methode zur Steigerung der Inanspruchnahme von primärpräventiven Schutzmaßnahmen auf Ausbildungen in anderen Hochrisikoberufen möglich.

Umsetzung

Gesundheitsbezogene Themen im Hinblick auf Risikoerkrankungen erhalten in der landwirtschaftlichen Ausbildung bisher wenig Aufmerksamkeit. Daher findet im Rahmen der Studie eine Aufklärung über das Thema Allergien und Asthma statt, gleichzeitig werden Maßnahmen vorgestellt, mit denen allergische Erkrankungen verhindert werden können. Ein Teil der Auszubildenden erhält im Anschluss Erinnerungen an die Durchführung der Schutzmaßnahmen mittels SMS-Botschaften. Zu Beginn und zum Abschluss der Studie werden alle Teilnehmer zu ihrem Präventionsverhalten befragt, um eine mögliche Verbesserung erkennen zu können.

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